31.03.13, Ostersonntag, Marrakech
Gegen Mittag kommen wir nach langer Verabschiedung von Deborah, Edward, Iris und Eric los.
Zu "Marjan", das ist der Supermarkt mit europäischem Angebot, alle Vorräte auffüllen.
Dann zum Jardin Majorelle, das ist ein wunderbarer Garten, mitten in Marrakech. Er wurde vom Jugendstilkünstler Louis Majorelle (lt. ADAC Regionalführer lebte er von 1859-1926 / im Prospekt vom Garten selbst wurde er 1886 geboren, kaufte das Land für den Garten 1924, den Garten machte er 1947 der Öffentlichkeit zugänglich und ging 1962 zurück nach Frankreich) angelegt und gehörte lange Zeit dem Pariser Modeschöpfer Yves Saint-Laurent.
Staunen, genießen, treiben lassen!
Majorelle war ein bedeutender Pflanzensammler und vereinte Pflanzen von fünf Kontinenten in seinem Refugium. Empfangen werden wir von über 5 Meter hohem dicken Babus, durch den wir wie Zwerge wandeln. Untendrunter blühen Unmengen von Clivien, einer Lieblingspflanze meiner Mutter. Schön, hier an sie erinnert zu werden. Durcheinander und wohl geordnet: Palmen, riesige Kakteen (erinnern uns an Petras Kateensammlung zu DDR-Zeiten und deren heutigen Überresten), überreich blühende Bäume, überall zwitschern Vögel, streng geometrische Kanäle und Wasserbecken und blaue kubische Gebäude durchbrechen die Natur. Alles sehr gepflegt! Wir fühlen uns wie im Paradies, sind überwältigt.
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| Isoldes Lieblinge! |
Wir suchen den Stellplatz für Wohnmobile an der Stadtmauer und finden ihn mit Klaras Hilfe. Keine 100 m von der Koutoubi Moschee und rund 500 m vom Platz der Gaukler entfernt stehen wir hier zusammen mit weiteren 16 WoMo's sicher bewacht. Perfekt.
Die Saadier-Gräber wollen wir noch besichtigen. Geht heute nicht mehr, es ist gegen sechs und die Museen sind nur bis 17.00 Uhr geöffnet. Na dann eben morgen früh.
Zusammen mit den unzähligen Menschen lassen wir uns durch's Straßengewirr treiben. Das ist unser diesjähriger Osterspaziergang. "aus dem großen dunklen Tor", "welch ein Gewimmel", "zufrieden jauchzet Groß und Klein"? Überall wird irgend etwas verkauft, duftet es von den Garbuden. Räder, Mopeds, Kutschen, Autos fahren mit Lärm, gehupe, aber alles friedlich und mit Rücksicht nehmender Gelassenheit. Auf den Platz der Gaukler treffen wir bei Dunkelheit. Gemurmel, Musik, ein Lichtermeer und viele Menschen. Es ist eine angenehme und entspannte Atmosphäre. Trotzdem können wir diese Situation nicht so richtig genießen. Es sind uns zu viele Menschen unterwegs.
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| Unser Tee im Vordergrund |
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| Hotels am Platz der Gaukler |
01.04.13, Ostermontag
Früstück, neben uns auf einem Antennemast klappert einer von den vielen Störchen hier in Marrakech. Die Sonne scheint, es ist leicht bewölkt, es ist angenehm kühl.
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| Frühstücksgäste |
Zurück zum Stellplatz an der Mauer und dann über den Hohen Atlas bis nach Ait Ben Haddou. Es geht wieder durch eine beindruckende Bergwelt auf 2260 m hoch und wieder runter. Unterwegs anhalten und immer mal wieder fotografieren. Alle Berge sind anders und doch irgendwie gleich?! Es ist einfach nur faszinierend. Serpentinen, Dörfer am Wegesrand und in der Ferne, Wasserläufe, immer wieder andere Farbnuancen. Unten, kurz vor unserem Ziel wird es "wüstenartig"? So genau wissen wir das auch nicht. Felsen und Sand auf der einen Seite und oasenartig bewachsenes fast ausgetrocknetes Flussufer auf der anderen Seite. Schon wieder irre!

















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