Samstag, 30. März 2013

18. Marrakech


29.03.13, Karfreitag
Marrakech
Um 14.00 Uhr fahren wir mit dem Taxi nach Marrakech rein. Fünf Leute vom Stellplatz und der Fahrer. Hinten sitzen wir zu Viert. Es ist zwar eng, senkt aber die Kosten und vermittelt  marokkanische Gelassenheit. Nach einer knappen halben Stunde steigen wir in der Nähe der Koutoubia Moschee wir aus und erkunden von hier mit einem ADAC-Stadtplan (15cmx15cm) und den Beschreibungen auf dem Faltplan Marrakech. Moschee umrunden, dabei für mich einen Hut kaufen, zum Platz der Gaukler.
Koutoubia Moschee, der Turm ist 77m hoch.


Platz der Gaukler - Schlangenbeschwörer; fürs Fotografieren wird bezahlt.
geschäftiges Treiben


 Da die letzten WIFI-Verbindungen sehr langsam waren benötigen wir eine Prepaid-Karte fürs Internet.  Nichts einfacher als das, denkste. Überall sind Läden mit Maroc Telekom, Inwi, usw, also Läden die einem eine Datenkarte verkaufen können. Also in den ersten Laden rein, erklärt: wir wollen eine Datenkarte für einen Monat, nur Internet. Ja, das kann ich haben, kostet 350 DH, nein sage ich für 200 DH, der Preis ändert sich über 300, 250 auf 200DH. Ok, bitte in mein Internethandy einbauen. Das bekommt der gute Mann nicht hin. Zum Nachbarn, andere Datenkarte versuchen, geht auch nicht. Kurz vorm Ende unserer Verhandlungen will er mir für 200 DH eine Grundkarte aufschwatzen, die pro Tag zusätzlich mit 10 DH aufgeladen werden muss, damit komme ich auf rund 500 DH für einen Monat. Jetzt meint er, die andere Karte kann auch noch anders aktiviert werden, das kostet aber nochmal 50 DH extra. Damit bin ich nicht einverstanden. Jetzt will er von mir, dafür, dass er meine Lebenszeit beansprucht hat, nichts zu Stande bekommen hat, auch noch eine Entlohnung von 5 bis 10€ haben. Wir trennen uns ohne, dass ich auf seine Forderungen eingehe, er blubbert hinter mir her. Wir brauchen jetzt ein Cafe. Nebenan ist ein ander Internetladen. Ich gehe hin, erkläre was ich will, wir trinken Kaffee und anschließend bekomme ich mein Handy mit funktionierendem Internet. So geht's auch. Weiter über den Platz der Gaukler, durch die überdachten Souks. Wir lassen uns treiben. Schön, aber uns nervt's auch, dieses Überangebot von Handwerkerwaren.
Links, unter dem Schirm erzählt eine Frau ausdrucksvoll. Es wird andächtig und ernsthaft zugehört. 

Eingang zu den Souks


Alles Süßigkeiten

Im Gewirr der Souks

Koutoubia Moschee bei Nacht
 Und dann passierts, ein Schlepper fragt uns ob wir zu den Gerbereien wollen. Ja, wollten wir uns ja schon immer mal ansehen. Quer durchs Gassengewirr läuft er vor uns her, uns tun jetzt Kreuz und Füße weh, wir wollen eigentlich nicht, und dann immer weiter, immer weiter bis wir endlich an den Gerbereien ankommen. Es stinkt gewaltig, wir wollen umdrehen, bekommen gegen den Gestank Minzestengel in die Hand und halten sie vor die Nasen. Ein Blick über die mit Flüssigkeiten gefüllten gemauerten  Betonbehläter. Schade, kein Foto gemacht. Dann haben wir vom Gestank genug. Dass unser Schlepper etwas haben wollte war klar, aber die Höhe des Preises ist gewaltig. 100-50DH = 10-5€, das war nun doch zuviel. Wir verhandel, das Ergebniss ist, dass er gar nichts bekommt. Wir haben für die Zukunft mal wieder was gelernt: spricht dich jemand an, dann ist es mit hoher Sicherheit ein Schlepper. Bietet er dir einen versteckten Dienst an, dann sollte man vorher sagen, dass es dafür kein Geld gibt, dann wird er weg sein oder, wenn man es denn will, dann wird vorher der Preis ausgehandelt.  Die Gerbereien liegen recht weit weg vom Zentrum, klar wegen des Gestanks. Wir nehmen eine Taxe, die uns an der Koutoubia Moschee absetzt. Tee trinken und dann mit unserem bestellten Taxi zurück zum Campingplatz.
Also, bei Allem, was sich weiter oben vielleicht negativ liest: Marrakech ist eine tolle Stadt. Hier treffen sich ganz friedlich die westeuropäische und die arabisch-afrikanische Welt, es ist ein Schmelztiegel der Kulturen, sehr entspannt und für eine Reise immer zu empfehlen. Diese Stadt hat ein ganz tolles Flair.
30.03.13, Sonnabend
Marrakech
Auf dem Platz abhängen, Wärme genießen
Was heißt abhängen? Unter Anderem diesen Bericht schreiben, das dauert auch seine Zeit. Fotos sichten, lesen, Karten studieren, Petra häckelt ein Behältnis für die Elektrofahrrad-Batterie, in den Pool wollen wir auch noch.
Die Sonne scheint, unter der Markise lässt es sich aushalten.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Viele Ostergrüße aus dem verschneiten Neustrelitz und schöne Zeit in Marrakech
von "Fleckchen".Wir fühlen mit!
Euer Gartentor hatte ich jetzt mal auf Höhe
"Fleischer Laise" eingesammelt und wieder eingehangen.Es waren wohl Jugendliche,diese hatten jede zweite Papiertonne in Kirschenallee umgekippt.Festgestellt hatte ich es früh,als ich doch nach Woldegk zur Arbeit fuhr.
Es sieht aus als wenn Stephan über Ostern zu Hause ist.Über Karfreitag war ich bei Marlis.
Claudia u. Sohn sind in HST.

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