Mittwoch, 20. März 2013

12. Agadir und Sidi R'bat



18.03.13, Montag
Agadir
Um halb 12 fahren wir mit dem Bus nach Agadir rein. Vor dem Platz an der Straße warten, Bus kommt, einsteigen, 10 DH (Dirham, das ist die marokkanische Währung) hinlegen, Schein bekommen, hinsetzen, fertig.    
Dort wo wir die Stadtmitte vermuten steigen wir aus und sind fast richtig, nur eine Station zu weit gefahren. Wir laufen ins vermutete Zentrum, vorbei an vielen im Bau befindlichen Gebäuden. Banken, Autohäuser, zum Sportzentrum und landen in einem Restaurant in dem wir ein Menue bestehend aus marrokanischer Suppe, einer Shrimps-Tajine und als Nachtisch einem süßen Omelett. Die Suppe und die Tajine hatten ein starkes Gewürz, das uns an Indien erinnerte. O.k. wir habens gegessen, am besten schmeckte uns der Eierkuchen. Ein Teppichladen und ein Gewürzladen mussten noch besucht werden und dann ab Richtung Strand. So wie wir es uns vorgesteellt hatten war es nicht. Eine breite geschwungene Promenade, wohl 9km lang, viele Hotels mit sonnenhungrigen Europäern, überteuerten Gaststätten. Zum Schluss landen wir bei McDonalds und trinken einen Cappucino. Es ist warm, sonning, hat auch was, aber ist nichts für uns "Nichtpauschaltouristen". Mit dem Bus wieder zurück, der Fahrer fragt mich wahrscheinlich, wo wir denn hin wollen. Ich verstehe nichts. Irgendwann dämmerts mir und ich sage Camping, aber nicht welchen. Er gibt mir ein Ticket für diesmal 14 DH, ich akzeptiere und wir können zurück fahren. Man stelle sich mal vor, irgend ein Ausländer, vielleicht marokkanisch aussehend, arabisch sprechend, weiß nicht wohin und betont den deutschen Begriff völlig falsch, möchte in Neustrelitz mit dem Bus fahren.
Auf dem Platz nochmal nach dem Nationalpark südlich von Agadir googeln. Mal sehen, ob wir morgen zum La Dune in Sidi R'bat finden.
Agadir Strand

Agadir Strand

Agadir Promenade - Hotels

Auf dem Stellplatz

19.03.13, Dienstag
Wie gewohnt, gegen Mittag kommen wir los. Einkaufen bei "Marjane" in Agadir, das ist ein großer Supermarkt, so wie bei uns "real". Viele Wohnmobile decken sich hier mit Bier, Wein, Käse, Marmelade und alles was es in Europa gibt ein. Wir natürlich auch. Es ist bequem, alles in einem Markt zu bekommen, als wenn man sich am Wegrand alles einzeln suchen muss.  Wir finden das Ressort La Dune in Sidi R'bat. (www.ladune.de) Es ist bloß nichts für Wohnmobile, da die Stellflächen sehr schräg sind. Schade, es machte einen sehr guten Eindruck. Hier in der Nähe soll der biblische Wal den Propheten Jonas ausgespieen haben.
Wir fahren weiter zum 10km entfernten Stellplatz Sidi Wassay Beach. Hier gefällt es uns. Der Platz hat allen Komfort, ist aber nicht so groß und perfekt wie der vorherige, angenehmer.
Stellplatz Sidi Wassay Beach


Tornado, glücklicherweise weit draußen im Meer

Unser Badestrand

Abendstimmung

Eindrücke über Marokko, wobei uns bewußt ist, dass wir nur sehr oberflächlich die Atlantikküste erfahren haben:
Marokko ist ein junges Land, wir sehen sehr viele junge Menschen.
Gegen Nachmittag sehen wir bei unseren Fahrten viele Schüler und Studenten aus ihren Schulen kommen. Wie gut die Schulbildung ist, können wir nicht einschätzen, auf jeden Fall wächst eine gebildete Jugend heran. Das wird Auswirkungen auf die Entwicklung der Demokratie in Marokko haben.
Mädchen und Frauen laufen von Verschleiert bis sehr modern, vor allem in den Städten, herum.
Die Verkehrsinfrastruktur wir systematisch ausgebaut, die Straßen sind in einem recht guten Zustand.
Es scheint ein Land im Aufbruch zu sein, überall wird gebaut. Andererseits sehen wir auch sehr viele nicht beendete Häuser.
Touristen sind allgemein herzlich willkommen. So viele Wohnmobile, die meisten davon aus der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich, haben wir noch nie in einem Land gesehen.
Die Menschen sind gelassen und freundlich.
Wir fühlten uns bisher überall sicher. Manchmal wird gebettelt und manche Händler sind aufdringlich. Wir haben gelernt, damit umzugehen.
Das Preisniveau ist für uns günstig. Die Stundenlöhne sind gemessen an unseren sehr niedrig. Wir haben Sitzauflagen und einen Brustbeutel mit fünf Fächern nähen lassen, alles sehr zeitaufwändig.
Fazit: Marokko gefällt uns gut!

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