Freitag, 15. März 2013

8. Oualidia



12.03.13, Dienstag
Heute wollten wir noch in Mohammedia bleiben und mit den Rädern fahren. Als wir den Wetterbericht gelesen hatten stand fest, die Räder müssen in die "Garage", den Stauraum  unter den Betten. Ab Mittag war Regen angesagt. Das ist also ein guter Tag zum Fahren. Oualidia rund 200km südlich ist unser Ziel.
Über Casablanca haben wir gelesen, dass alle Straßen chronisch verstopft sind, unsere netten bayerischen Nachbarn meinten Casablanca nervt, sie waren allerdings das letzte Mal vor 10 Jahren in Casa. Sehenswert ist wohl die bis ins Meer hinein gebaute Große Mosche Hassan II. mit dem 200m hohen Minarett.  Es ist richtig gutes Fahrwetter, also heben wir uns Casablanca für die nächste Marokkoreise auf und fahren auf mautfreien Straßen Richtung Süden. Der Verkehr auf der Stadtautobahn um Casablanca herum  ist schon eng und chaotisch. Die Fahrspuren werden nicht eingehalten, es wird rechts auf dem ausgerissenen Standstreifen überholt, und natürlich riesige Kreisel, die von Polizisten per Ampel gesteuert werden. Wir freuen uns ohne Kratzer und Beulen hier durch zu sein. Weiter nach El Jadida  und von dort am Meer entlang, vorbei an Kraftwerken und Chemieanlagen und dann durch eine "Gemüselandschaft", Sanddünen spärlich mit Bäumen und Sträuchern "bewaldet, dahinter der Atlantik,  davor lagunenartig Salinen zur Salzgewinnung oder Salzwiesen, die dann in Gemüsefelder übergehen. Mohrrüben und Rettiche werden gewaschen und auf große Laster verstaut. Ein starker Südwestgegenwind begleitet uns die ganze Zeit. Die Straße ist soweit in Ordnung, mal einige Schlaglöcher, ausgefranste Seiten, fast so wie bei uns in Deutschland auf Nebenstraßen.







Oualidia bessteht aus zwei Teilen, oben auf dem Hügel die Durchgangsstraße mit Geschäften, Gaststätten und unten hinter den Dünen eine wunderschöne geschütze Bucht mit Hotels, Gaststätten und einer Promenade. Vorn tost der Atlantik und hier ist es fast windstill. Nach einem Strandspaziergang schlürfen wir auf der Promenade leckere frische Austern mit Zitronensaft. Anschließend zum Muscheln esssen in die Gaststätte "Zum Rochen", auch lecker!
In der Nacht zerrt der Wind an unserem Wohnmobil, es regnet fast durchgehend. Hinter uns sind feuchte Wiesen und gefühlt eine Million Frösche die uns in den Schlaf quaken oder um den Schlaf bringen. Es ist ohrenbetäubend!



Froschteiche

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