Montag, 11. März 2013

6. Bis kurz vor Casablanca



10.03.13, Sonntag
Gestern abend hat sich der Platz noch mit einer holländischen geführten Reisegruppe gefüllt. So etwa 15 Wohnmobile.
Überall Holland

Ebenfalls gestern haben uns freundliche Bayern für unser Kratzerproblem eine Paste gegeben und unser Hymer sieht fast wieder wie neu aus. Jetzt ist nur noch der Kratzer auf dem Fenster zu beseitigen.
Heute müssen wir hier weg, weil wir haben ein Geldproblem. Bei der Einreise nach Marokko hat sich der Bankomat geweigert mir Dirham zu geben. Also habe ich nebenan in der Wechselstube 100€ gegen 1085,80 DH eingetauscht. Knapp 700 DH sind beim Tanken draufgegangen. Hier in Moulay-Bousselham habe ich auch keinen Automaten gefunden, der mir Geld gibt. Wir müssen in eine größer Stadt um an Geld zu kommen. Unser neuer Bekannter aus Fürstenberg macht uns gar keine Hoffnung, die Postbank hat keinen "Vertrag" mit Marokko abgeschlossen. Also mit unseren verbliebenen Dirham bezahlen und dann auf mautfreien Straßen, für die Maut reichts ja nicht, in Richtung Kenitra, Sale, Rabat. Vielleicht hat ja einer von den Automaten das V-Pay-Zeichen der Poastbank. Am Carrefour-Markt, an allen möglichen Banken, überall das Gleiche: von uns gibtś kein Geld. Wir haben zwar einige Euro mit, aber das wird nicht für die ganze Zeit hier in Marokko reichen. Es ist also endlich mal wieder ein echtes Problem zu lösen. Auf dem nächsten Platz brauchen wir einen Internetanschluss (WiFi). Diesen zu finden ist mit Hilfe unseres Campingführers Marokko von Edith Kohlbach gar kein Problem. Mohammedia heißt unser Ziel. Der Platz liegt direkt am Meer, ist sauber, hat Ver- und Entsorgung, eine kleine Gaststätte und Free WiFi.
Die gesammte Strecke von Moulay-Bousselham bis hierher nach Mohammedia, etwa 15km vor Casablanca, verlief durch eine sehr fruchtbare "Gemüseebene". Alles mit Vegetation begrünt, bestellte Felder, flach, durch den Niederschlag der vergangenen Woche mit Wasser durchtränkt, die rote Erde deutet auf gute Erträge hin. Durch den überall gegenwärtigen Modder sieht es "wie Mittelalter" aus. An den Straßenrändern grasen einzelne Kühe, bewacht von einer Person, kleine Schaf- und Ziegenherden bewegen sich durch die Landschaft. Frauen tragen Kanister mit Milch über weite Strecken. Es ist sehr einfach und ländlich geprägt.
Durch Sale und Rabat; die Medina von Sale
Straßenbahn in Rabat

In den Städten sieht es aus wie bei uns. Die Frauen kann man wieder ansehen, moderne asfaltierte Straßen, geordneter Straßenverkehr, Straßenbahn in Rabat. Wir kommen überall gut durch.
Atlantik kurz vor Mohammedia

Hier in Mohammedia essen wir am Abend unsere erste Tajine, den marokkanischen Römertopf. Ganz lecker!
So, jetzt ist noch das Geldproblem mit Hilfe des Internets zu lösen. Ich gehe auf meine Postbankseite, überweise einen gewissen Betrag an Western Union direkt und werde diesen morgen an einer Bank/Wechselstube mit dem Western Union Logo abholen. Soweit die Theorie. Die Praxis ist morgen in Casablanca dran. Ein bisschen Bauchschmerzen damit haben wir schon.