Donnerstag, 28. März 2013

15. Von Tafraoute nach Taroudant


25.03.13, Montag
Heute fahren wir durch das Tal der Ammeln; die Ammeln sind ein geschäftstüchtiger Stamm der Schlöh-Berber. Viele Männer arbeiten jahrzehntelang in den Großstädten Marokkos im Gewürzhandel, mit ihrem Verdienst sorgen sie für den Wohlstand im Tal. Es ist tatsächlich ein sehr schönes wohlhabendes Tal.
Ammeltal
Nach 20km fahren wir über den Pass am Talende und weiter geht es durch eine beeindruckende Berglandschaft hoch und bis nach Ait Baha wieder runter. Transportmittel für gesammelte Kräuter und Heu ist oft der Esel. Klar, der ist auf den Hängen am Beweglichsten. Oft sind verschleierte Frauen mit ihren Eseln unterwegs.
Hinten am Felsen wohnen Menschen

Bergdorf

Frauen mit Eseln

Die Straße besteht meist nur aus einer Fahrbahn. Es ist eng, kurvig, ohne Begrenzungen zum Hang hin, nach links geht es steil runter, nach rechts steil hoch, Verkehrsschilder sind nicht mehr notwendig. Aufgeschichtete Steine warnen vor Löchern und andernen Gefahrenstellen. Ansonsten regelt sich alles von allein. Mit entgegenkommenden LKW, dicken Wohnmobilen und normalen PKW wird sich ohne Worte und ohne Zeichen verständigt , wo kann/muss ich halten, wo findet er eine Ausweichstelle. Es wird langsam und sehr vorausschauend gefahren. Alle haben sehr viel Respekt vor der Straße und den anderen Verkehrsteilnehmern.
Man stelle sich dicke Wohnmobile und schwer beladene LKW im Gegenverkehr vor.
Unterwegs besichtigen wir die Speicherburg Agadir Tizrgane. Sie ist eindrucksvoll und wird gerade in Feinarbeit saniert.  In den Speicherburgen, meist auf den Bergkuppen, horteten einst die Berberstämme ihre Schätze.
Speicherburg

Wir auf der Burg

Berge, Berge, Berge
Ab Ait Baha geht es in die Ebene über, die Straßen werden breiter, wir können wieder richtig Auto fahren. Bis kurz vor Agadir, dann geht es auf einer autobahnähnlichen Straße 74 km wie im Fluge bis zu unserem Tagesziel Taroudant. Die Suche nach einem Campingplatz für die nächste Nacht gestaltet sich schwierig. Der erste ist aus unserer Sicht im Campingführer falsch beschrieben und existiert zudem nicht mehr. Den zweiten, auf der Farm einer Deutschen, finden wir auf Anhieb. Ein geordneter Platz war wegen der Entsorgung, dem Wasser auffüllen und auch dem Duschen notwendig geworden.

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