Donnerstag, 7. März 2013

4. Gibraltar und ein verregneter Tag anschließend


Stadtplan Gibraltar, rosa Linie - unser Weg

06.03.13, Mittwoch
In der Nacht hat es fast durchgehend geregnet. Gestern Abend hat es sogar gedonnert und geblitzt. Jetzt zum Frühstück peitschen Regenschauer über den Platz und der Wind rüttelt an unserem Hymer. Da jagt man keinen Hund vor die Tür, ob man heute in der Enklave Gibraltar aus dem Auto kommt ist jetzt beim Schreiben noch unklar. Mal sehen, was wir nachher tun werden. Guten Appetit.
Der heutige Vormittag war anders geplant. Eine Reparatur wurde nötig. Der Wasserhahn am Küchenblock war undicht. Alles was unten drunter ist wurde abgebaut, festgestellt, dass wir die Schläuche (könnten es sein) oder den Hahn (könnte es auch sein) selbst nicht dicht kriegen. Nachgesehen, ob man die Schläuche vorher abklemmen kann, nichts derartiges gefunden. Also nach Deutschland bei Freizeitmobile Erdmann angerufen. Beide Schläuche durchschneiden und blind machen war der Rat von Herrn Bauer. Da wir direkt vor dem Baumarkt "Leroy Merlin" stehen ist das Besorgen zweier 10-er Schrauben als Blindstopfen und von Schlauchschellen nicht wirklich ein Problem. Jetzt um 11.58 Uhr ist die heldenhafte Reparatur abgeschlossen.  Das Wetter ist auch ein wenig besser geworden, so dass uns   Gibraltar heute nachmittag ertragen muss.
Mit dem Auto nach Gibraltar rein.
Der Felsen Gibraltar

Erst mal noch in Spanien anstellen. Geschätzte 2-3km geht es einspurig bis zur Grenze E/GBZ (Spanien/ Großbritannien Gibraltar), es stehen zwar Leute an der Grenze rum, es passiert hier aber gar nichts. Über die Rollbahn des Flughafens geht es in die Stadt rein. Wir suchen einen Parkplatz und kommen in Straßen, die für Wohnmobile gesperrt sind, da wir nur 2,14m breit sind kommen wir gerade so durch. Jetzt machen wir es sicherer, wir folgen der Ausschilderung Richtung Oststrand. Es klappt, schöner Parkplatz mit Meer- und Felsenblick.

Ein Mann, der seine am Morgen geangelten Fische schuppt, erklärt mir, dass man über den Leuchtturm mit dem Auto auch noch höher kommt und dann bis nach oben nur noch 20 min braucht. Nach Muscheln sammeln zum Leuchtturm, hier in der Cafeterria Cafe trinken (alle Preise sind in britischen Pfund angegeben, Euro werden selbstverständlich akzeptiert) und dann weiter richtig steile Straßen hoch, Petra bekommt es mit der Angst zu tun. An der Zahlstelle für den Felsen erklärt uns der Einweiser, dass wir hier mit unserem Womo nicht weiter können, es ist schlicht zu breit und zu hoch. 400m zurück auf einen Parkplatz das Auto abstellen und dann zu Fuß auf den Felsen von Gibraltar. Es geht bis über 400 m Höhenmeter hoch. Die Aussicht wird immer imposanter und als dann noch die Affen da sind, ist die Welt trotz Regenschauern so richtig in Ordnung. Es ist einfach schön! Wir genießen den Berg und vergessen die Zeit. Berberaffen, Blick über die Bucht, Berge des Rifgebirges in Marokko können wir sehen, vom Atlantik her treiben Wolken und Sonne ihr Spiel, heute gewinnen öfters die Wolken mit ihrer nassen Fracht. Die Möwen kreischen, segeln und brüten. Oben ist der Grat so um die 20m breit, Schiffe warten auf beiden Seiten des Felsens auf die Einfahrt in den Hafen von Algeciras.
Auf die Autos ihr Affen!

Dieter hat Gardemaß
Petra und die Affen

Wer es weiß sieht hinten die Berge des Rifgebirges in Afrika

Vorn die Innenstadt von Gibraltar

Irgendwann um Sechs rum wollen wir wieder aus der Enklave raus. So einfach ist das nicht. Es fängt auf der Uferstraße an und zieht sich dann gut eine Stunde im "Stop and Go" bis zur Grenzkontrolle hin. Wir sprechen hier von rund 2 km! Eine Spur, zwei Spuren, vier Suren, dann wieder zwei und eine Spur und dann so gut wie keine Kontrolle. Nur diesmal uns hat es erwischt. Ich bin für den Spanier wohl zu keck durchgefahren, fast befreit nach einer Stunde fahre ich los, wir dürfen daraufhin anhalten und werden gefragt ob wir Zigaretten und Alkohol schmuggeln. Mir liegen 5 Millionen Zigaretten und 200 000 Liter Alkohol auf der Zunge, ich antworte aber wahrheitsgemäß keine Zigaretten und kein Alkohol. Im Dunkeln durch den Dauerregen zurück zum gestrigen Stellplatz. Er ist heute noch voller als gestern Abend. Das Ticketbüro hat geschlossen, werden wir uns dann morgen in der Früh drum kümmern. Heute kein fernsehen, wir wollen uns das gute deutsche Wetter bei hiesigem Regen nicht antun!  Stimmt nicht, es ist auch so schon um 22.02 Uhr geworden. Gute Nacht Welt.
07.03.13, Donnerstag
Es ist 17.00 Uhr und wir sind immer noch in Algeciras.
In der Nacht hat es weiter bei starken Sturmböen geregnet. Am Vormittag kaufen wir unsere Fährtickets mit offenem Datum. Die junge Frau im Büro warnt uns, der Wind sei zu stark, es sei besser einen Tag zu warten. Also ist Shopping angesagt, zu Decathlon, zu Aldi, zu Burger King, alles was so in der Nähe ist. Es schauert bei 17°C und immer wieder starken Windböen. Zwischendurch wird es bessser, also doch zum Hafen und die 17-Uhr-Fähre nehmen. Belgier, die vor uns durch die Abfertigung sind, kommen zurück und sagen uns, dass ihnen geraten wurde, doch lieber morgen zu fahren. Wir schließen uns dem an.
 Vielleicht schaffe ich es ja den Blog nachher bei McDonalds zu veröffentlichen.